Bildungsträger2025

Workflow-Engine

Konfigurierbare Process-Engine für die Onboarding-Prozesse eines Bildungsträgers

Ein Bildungsträger berät Kunden durch mehrstufige Förderprogramme, vom Vertragsschluss bis zur ersten Schulung. Jedes Programm hat seine eigene Abfolge an Status, Terminen und Dokumenten.

Dafür haben wir eine Workflow-Engine entwickelt. Sie bildet die Prozesse als Konfiguration ab: Status pro Produkt, Aktionen pro Schritt. Berater und Vertrieb arbeiten in einem Cockpit, das CRM, Vertrags-Tool und WhatsApp-Service zusammenführt.

Workflow-Engine — Cockpit auf Laptop mit Status-Pipeline

TODO: optional gegen echten Cockpit-Screenshot mit Deal-Tabelle ersetzen.

Die Ausgangslage

Onboarding ohne Struktur

Vor dem Tool gab es kein gemeinsames System für das Onboarding. Welcher Kunde an welchem Punkt im Prozess stand, wusste niemand verlässlich. Es gab Excel-Listen, die wurden aber nicht gepflegt: die Daten lagen verteilt in CRM, Vertrags-Tool und Posteingang, und die Listen stimmten teilweise nicht.

Manchmal meldete sich monatelang niemand bei einem Kunden, weil die Übersicht fehlte. Updates blieben aus. Viele Kunden waren unzufrieden. Das ließ sich mit steigender Kundenzahl nicht skalieren.

  • Status der Kunden im Onboarding war nicht zentral erfasst
  • Excel-Listen wurden nicht gepflegt; Daten lagen in CRM, Vertrags-Tool und Posteingang verteilt
  • Kunden bekamen über lange Zeiträume keine Updates
  • Mit wachsender Kundenzahl nicht mehr tragfähig
Was gebaut wurde

Eine Engine, in der Prozesse als Konfiguration leben

Im Zentrum steht eine Process-Engine. Pro Förderprodukt wird ein Status-Modell hinterlegt: welche Status es gibt, in welcher Reihenfolge, welche Pflichtfelder beim Übergang ausgefüllt sein müssen, welche Vorbedingungen gelten. Beispiel: Der zweite BAFA-Termin muss gebucht sein, bevor der Onboarding-Termin als abgeschlossen zählt. Aktuell laufen zwei Prozesse: BAFA mit elf Status vom Vertragsschluss bis zum letzten Kundentermin, und KOMPASS mit acht Status.

Pro Status lassen sich Aktionen anstoßen: Onboarding-Mails, WhatsApp-Templates, Calendly-Booking-Links. Manche Aktionen löst der Berater per Klick aus, andere laufen automatisch beim Status-Wechsel. Die Inhalte der Mails und Templates liegen versioniert im Code, statt in privaten Mail-Entwürfen verteilt zu sein.

Berater und Vertrieb sehen ihre Deals in einer Tabelle mit Filter, Sortierung und Volltextsuche über die CRM-Lead-Namen. In der Detail-Ansicht zeigt ein Stepper den aktuellen Stand und die nächsten Pflicht-Schritte. Drei Rollen sind eingebaut: Admin, Vertrieb, Berater. Berater sehen nur ihre eigenen Produkte und nicht die frühen Vertriebs-Status.

  • Process-Engine pro Produkt: Status, Transitions, Pflichtfelder, Vorbedingungen
  • Aktuell zwei Prozesse live: BAFA (11 Status) und KOMPASS (8 Status); weitere sind Konfiguration
  • Aktionen pro Status: Mail, WhatsApp-Template, externer Booking-Link
  • Folge-Mails laufen automatisch beim Status-Wechsel
  • Drei Rollen mit unterschiedlichen Sichten: Admin, Vertrieb, Berater
  • Tabelle mit Filtern, Sortierung, Volltextsuche über CRM-Leads
Was es bewirkt

Faktor 10 bis 100 mehr Kunden, gleiche Mannschaft

Mit der Engine sind heute zehn- bis hundertmal so viele Kunden im Onboarding wie vorher. Das Berater-Team ist dabei nicht entsprechend gewachsen.

Berater wissen jederzeit, welcher Kunde welchen Status hat und welcher Schritt als Nächstes fällig ist. Folge-Mails und WhatsApp-Templates verschicken sich beim Status-Wechsel selbst, statt von Hand kopiert zu werden. Vorbedingungen werden geprüft, bevor ein Status weitergesetzt wird. Kein Übergang ohne die nötigen Informationen.

Kunden bekommen Updates, wenn welche fällig sind. Niemand bleibt mehr monatelang ohne Rückmeldung liegen, weil die Übersicht fehlt.

  • Zehn- bis hundertfache Kundenzahl im Onboarding, Berater-Team nicht entsprechend gewachsen
  • Status jedes Kunden jederzeit zentral einsehbar
  • Vorbedingungen verhindern, dass ein Schritt übersprungen wird
  • Folge-Mails und WhatsApp-Templates verschicken sich automatisch
  • Neue Förderprodukte werden als Konfiguration ergänzt, nicht als Code
Hinter den Kulissen

Hinter den Kulissen

Die Engine besteht aus zwei Teilen. Die Process-Definition ist typisierte TypeScript-Konfiguration: Status, Transitions, Pflichtfelder, Vorbedingungen, Aktions-Buttons pro Schritt. Die Laufzeit liegt im Next-Server, validiert Übergänge, ruft Action-Handler auf, schreibt in Supabase und stößt externe APIs an.

Aktive Prozesse
2 (BAFA · KOMPASS), erweiterbar
Status BAFA-Prozess
11 + 2 terminale
Externe Integrationen
5 (CRM, Vertrag, WhatsApp, Calendly, Mail)
Rollen
Admin · Vertrieb · Berater
Web-Plattform

Cockpit-UI für Berater und Vertrieb. Tabelle, Stepper, Detail-Ansicht.

  • Next.js 16 (App Router)
  • React 19 + TypeScript
  • Server Components + Server Actions
  • Tailwind CSS v4 · shadcn/ui · Radix UI
  • react-hook-form + zod (Pflichtfeld-Validierung)
Process-Engine

Status, Transitions und Aktionen leben als typisierte Konfiguration. Neue Prozesse sind ein neuer Eintrag, kein neuer Code-Pfad.

  • Status- und Transition-Definitionen pro Produkt
  • Pflichtfelder + Vorbedingungen pro Übergang
  • Aktions-Handler-Registry (Webhook und Link)
  • Rollen-basiertes Ausblenden früher Status
Daten & Auth

Supabase für Datenbank und Login. Eine deals-Tabelle mit Status und JSONB-Metadaten pro Schritt.

  • Supabase (PostgreSQL)
  • Row-Level Security
  • Supabase Auth (E-Mail / Passwort)
  • JSONB-Metadaten pro Status-Schritt
Externe Anbindungen

Lead- und Kontaktdaten aus dem CRM, Vertrags-IDs aus dem Vertrags-Tool, Mails und WhatsApp-Templates über interne Services.

  • Close CRM (Lead-Daten, Volltextsuche)
  • PandaDoc (Vertrags-Dokument-IDs)
  • Superchat (WhatsApp-Templates)
  • Calendly (Booking-Links pro Status)
  • Interner Mail-Service
Infrastruktur

Vercel-Deployment. Auth als Middleware vor allen Dashboard-Routen.

  • Vercel Hosting
  • Auth-Middleware vor allen Dashboard-Routen
  • Service-Role-Key nur server-seitig
Nächster Schritt

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